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Frisch gestärkt geht es weiter Richtung Süden und nur zwanzig Minuten später kommt zum ersten mal der Mount Ventoux in Sicht. Bis wir ihn erreichen wird aber noch eine relativ lange Zeit vergehen. Zunächst schauen wir uns die tiefe Schlucht an, die das Flüsschen Nesque südlich des Mont Ventoux in die Berge gegraben hat. Das Sträßchen, dass sich oberhalb der Schlucht an die steile Felswand schmiegt, ist zum Teil sehr schmal und da man ständig mit Gegenverkehr rechnen muss, nur in touristischem Tempo zu befahren.
Nur geringfügig breiter zeigt sich die D974, die sich von Ste. Estève hinauf zum Mont Ventoux windet. Trotzdem erlaubt sie ein etwas höheres Tempo und macht unheimlich viel Spaß. An Anfang geht es noch durch einen idyllischen Wald, aber der hört nach ein paar Kilometern plötzlich auf und gibt den Blick auf den vollständig kahlen Mont Ventoux frei. Dadurch, dass hier kein einziger Baum den Blick behindert, ist die Sicht in jede Richtung absolut gigantisch! Kein Wunder also, dass hier selbst in der Nachsaison relativ viel los ist, was uns veranlasst recht schnell wieder das Weite zu suchen.
Die auf der Nordseite des Berges recht breit ausgebaute D974 bringt uns relativ unspektakulär hinunter nach Malaucène, wo wir uns in einem kleinen Cafe stärken. Da wir über die D164 nach Sault fahren wollen, "müssen" wir noch einmal das herrliche Stück Straße durch den Wald von St. Estève durchfahren und legen hier im Schatten der Bäume eine späte und ausgedehnte Mittagspause ein.
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